aspect-ratio 10x9 © Fördergesellschaft ZKM / HfG e.V.

© Fördergesellschaft ZKM / HfG e.V., Foto: Fabry

Seit über 23 Jahren vergibt die Fördergesellschaft ZKM/HfG  mit ihren 450 Mitgliedern den Studierenden der HfG jährlich ansehnliche Preise für herausragende Semester-, Magister- oder Diplomarbeiten in den Disziplinen Kunstwissenschaft, Ausstellungsdesign, Kommunikationswissenschaft, Medienkunst, Fotografie, Produktdesign und  Szenografie.

Nominiert von den betreuenden ProfessorInnen, ausgewählt von einer hochkarätig besetzten Jury aus bekannten KünstlerInnen und HochschullehrerInnen, DirektorInnen von Museen und Kunstvereinen, leitenden KuratorInnen bekannter Kunstinstitutionen, sind die finanziellen Zuwendungen eine wichtige Anerkennung wissenschaftlicher Leistung und Hilfe für begonnene Projekte und deren Weiterführung. Auf die Preisverleihung mit Präsentation der ausgezeichneten Arbeiten die jährlich in festlichem Rahmen stattfindet, warten die Mitglieder mit Spannung.

Ihren Mitgliedern bietet die Fördergesellschaft u.a. Vorträge, Führungen, Exkursionen, Workshops und immer wieder exklusive Sonderveranstaltungen, die zu einem ungewöhnlichen Blick hinter die Kulissen von ZKM und HfG einladen. 

Bis zum 30-jährigen Jubiläum im Jahr 2018 profitierten mehr als 180 Projekte beider Institutionen von Fördermitteln in Höhe von über 700.000 Euro. Die Mitglieder der Fördergesellschaft kamen in den Genuss zahlreicher Exkursionen sowie Besuche und Vorstellungen im ZKM und in der HfG Karlsruhe.


Die Preisgeber*innen

Zum 25-jährigen Bestehen ihres Unternehmens gründeten Gunther und Ingrid Schroff 1984 die Schroff-Stiftungen aus privaten Geldern, die eine für soziale, die andere für wissenschaftliche Zwecke. Ziele sind u.a. Stipendien im Maschinenbau am KIT, Finanzierung von Gastprofessuren, Förderung des studentischen Austauschs, Wohnraum für Studierende und der Gunther-Schroff-Preis für Studierende der HfG.
Mehr Infos unter www.schroff-stiftungen.de  

Die Fördergesellschaft ZKM/HfG selbst engagiert sich ebenfalls seit 22 Jahren mit jährlich mindestens 7500.- Euro aus Mitgliedsbeiträgen  auch für Studierende der HfG. Sie fördert neben weiteren Projekten der HfG parallel zahlreiche Projekte des ZKM. 

Die Heinrich-Hertz -Gesellschaft ist eine Vereinigung von Wissenschaftlern und Bürgern zur Förderung von Kontakten zwischen heimischen und internationalen Wissenschaftlern. Sie vergibt jährlich zahlreiche Stipendien und Preise für Studierende aller Hochschulen, für die HfG seit 22 Jahren über die FG jährlich 2000 Euro.
Mehr Infos auf der Homepage.

Auch die Badische Beamtenbank engagiert sich seit mehreren Jahren u.a. für die Studierenden der HfG mit einem Preis für hervorragende Arbeiten über 1000 Euro.
Mehr Infos auf der Homepage

Der Achim- und Melanie-Krämer-Preis  kam im letzten Jahr mit einer Summe von 2000 Euro hinzu. Prof. Dr. Achim Krämer war vor dem Ruhestand Anwalt beim Bundesgerichtshof und Melanie Krämer Fachanwältin für Medizinrecht.

aspect-ratio 10x9 Ingrid Schroff und Dr. Henning Rickmann

Ingrid Schroff und Dr. Henning Rickmann


Die Preisträger*innen 2020

Seit 1998 unterstützt die Fördergesellschaft jährlich Studierende der Staatlichen Hochschule für Gestaltung mit einer jährlichen Preisverleihung für herausragende Semester-, Magister- oder Diplomarbeiten in den Fächern Produktdesign, Medienkunst, Fotografie, Szenografie und Kommunikationsdesign sowie Kunstwissenschaft mit ansehnlichen Preisen, die die Fördergesellschaft und zahlreiche Stipendiengeber, wie die Gunther-Schroff-Stiftung, die Heinrich-Hertz-Gesellschaft, die Stadt Karlsruhe, die BBBank und immer wieder private Preisgeber finanzieren. Sie ermöglichen den Studierenden neben der Anerkennung ihrer Leistungen, ihre Projekte weiterzuführen und neue anzustoßen.

Unter dem Vorsitz der Kunstwissenschaftlerin Dr. Marlene Angermeyer-Deubner wählt eine Jury aus hiesigen wie auswärtigen WissenschaftlerInnen, KünstlerInnen und MuseumsdirektorInnen die Arbeiten aus.
Im Jahr 2020/21 waren es Prof. Dr. Georg Vrachliotis, Professor für Architekturtheorie am KIT, Philipp Ziegler, Kurator des ZKM, Margit Rosen, Kuratorin des ZKM, Dr. Andreas Beitin, Direktor des Kunstmuseums Wolfsburg und Anja Casser, Direktorin des Badischen Kunstvereins, die die von den Professoren der einzelnen Fachbereiche nominierten Werke auswählten.

aspect-ratio 10x9 Preisverleihung 2017

Preisverleihung 2017

Gunther-Schroff-Preis, dotiert mit 5000 Euro geht an Christina Scheib (ADSZ) für Ihre Diplomarbeit „Tide“. Im Fach Ausstellungsdesign und Szenografie hat Christina Scheib eine vielschichtige Arbeit vorgelegt. Der Gezeitenmetapher folgend entfaltet sich die zwölfstündige Ausstellung entlang 50 verschiedener Sound- und Videoarbeiten sowie Publikationen und verändert sich mit den Gezeiten in ihrer Wahrnehmung. Hier werden politische, juristische und soziale Verbindungen mit künstlerischen Positionen, Ausstellungsräumen und deren Umfeld zu einem rhizomatischen Geflecht verschränkt.

Preis der Fördergesellschaft, dotiert mit 2500 Euro geht an Katharina Sobel (MK)für Ihr Multimediaprojekt „If U are Ok, I am Ok“. Auch Katharina Sobel greift mit ihrer Multimediainstallation überzeugend eine sehr aktuelle gesellschaftliche Debatte auf, die sich um die Gruppe der LGBTQI+ In Polen handelt, deren Probleme und gesellschaftliche Ausgrenzung sie fotografisch und schriftlich in ihrer Ausstellung dokumentiert hat.

Ein weiterer Preis der Fördergesellschaft, 2500 Euro, wird an Tatjana Stürmer (KD) für Diplom-Arbeit  „C at the End of A Line is A Whisper“ Ausgangspunkt der vielseitigen überzeugenden Multimedia-Installation ist ein im 9. Jhd. handgeschriebenes schottisches Manuskript, das „Book of Kells“ mit der Abschrift des Neuen Testaments. Stürmer eignet sich den Modus der Schriften, Figuren und Handlungsstränge an und übersetzt ihn in eine Multimedia- Installation - quasi eine Metapher eines grossen liegenden Buches, die erzählt und gleichzeitig dekonstruiert. 

Hanna Scherwinski (ADSZ) erhält für ihre Diplom-Arbeit „WWWE“ den dritten Preis der Fördergesellschaft, dotiert mit 2500 Euro. Hanna Schwerwinski  verhandelt in ihrer vierzigminütigen performativen Filminstallation-  Wrestlingshow die gesellschaftliche Tabuisierung von wütenden Frauen im öffentlichen Raum des Rings. Sie greift mit Ironie und Intellekt ein Thema auf, das in der aktuellen Genderdebatte die Erwartung  stereotyper weiblicher Verhaltensweisen in einer männlich dominierten Welt infrage stellt.

Barbara Avecedo Stranges (KD) wird für ihre Diplom-Arbeit „The Nandu‘s Footprint“  mit dem Achim- und -Melanie-Krämer-Preis, 2000 Euro, ausgezeichnet. Barbara Avecedo hat mit „The Nandu`s Footprint“ eine überzeugende Diplom-Arbeit vorgelegt, die sich mit dem aktuellen Streit der indigenen Gemeinschaft der Mapuche und dem chilenischen Staat um Wasserresourcen befasst. Mittels eines Videos verbunden mit graphischem sowie fotografischen Material  dokumentiert sie vor Ort mythologische, historische, und politische Gegebenheiten, und zeigt  Möglichkeiten eines zeitgenössischen Aktivismus auf.

Der Karlsruher Hochschulpreis, dotiert mit 1000 Euro, wird Bela Meiers (KD) für seine Abschlußarbeit „whatstodo“ verliehen. Bela Meiers: Meiers reflektiert in seiner ungewöhnlichen Arbeit die Bedingungen von Design, indem er Designern mit seiner Webseite eine Plattform schafft, auf der sie politische, praktische und technische Agendas für ihre Arbeit konzipieren und benutzen können.

Der mit 1000 Euro dotierte Preis der BBBank zeichnet Minh Duc Phams Diplom- Arbeit (MK) „This is water is water is water“ aus. Minh Duc Pham schuf eine interdisziplinäre raumbezogene  Arbeit von großer  Komplexität. Ausgangspunkt ist eine eigene Komposition, die mittels 16 Modularer „Spiegelacrylpuzzleteile„ die Selbsterkenntnis des Narziss verbildlicht und im Raum multipliziert. Umgeben von einem Spiegel an der Decke wird das Werk zu einem Narziss-Reenactment. 

Der Heinrich-Hertz-Preis, 2000 Euro, geht dieses Jahr an Jandra Böttger (KuPhi) für ihre Magister-Arbeit „Die Übung eines gesellschaftlichen Imaginären. Eine Untersuchung der Beteiligung der deutschen Bundesregierung an dem NATO-Manöver Fallex 66 (1966) hinsichtlich ihrer Modalität, Fikltionalität und Immersivität“.
Jandra Böttger untersucht und bewertet in ihrer Magisterarbeit „Das Nato Manöver Fallex 66...“ aus ästhetisch-affektiver Perspektive eine diesem Nuklearkriegs-Manöver angegliederte Zivilschutzübung der Bundesregierung in den verschiedenen Szenarien. Durch Kontrastierung zeitgenössischer Performance- und Immersionstheorien mit philosophischen Überlegungen gelingt ihr der Entwurf einer interdisziplinären Theorie der Übung.  


Leisten Sie uns Gesellschaft!

Mitglied in der Fördergesellschaft können natürliche und juristische Personen werden. Der Jahresbeitrag für natürliche Personen beläuft sich auf mindestens 40 €. Juristische Personen zahlen einen Jahresbeitrag von mindestens 400 €. Der Förderverein ist als gemeinnützig anerkannt. Vergünstigungen und Angebote für Mitglieder:

  • ermäßigter oder freier Eintritt zu allen Ausstellungen
  • exklusive Mitgliederführungen durch KuratorInnen
  • festliche Verleihungen von Stipendien
  • interessante Exkursionen
  • Nutzung der Mitglieder-Lounge
  • Ermäßigungen im ZKM-Buchshop
  • aktuelle Informationen zu allen Angeboten von ZKM und HfG Karlsruhe

Möchten Sie Mitglied werden? Dann drucken Sie bitte das Beitrittsformular aus und senden Sie es ausgefüllt an:

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