Peekaboo ist ein Spiegel, der nur reflektiert, wenn er angeschrien wird.

Immer mehr und mehr Interaktionen mit unserer Umgebung und unseren Mitmenschen sind auf unsere Fingerspitzen reduziert. Touch Interfaces umgeben uns: als Laptops, Smartphones und Küchenherde sind sie überall. Diese Art der beschränkten Interaktion hindert uns daran, unsere Körper in vollem Ausmaß zu nutzen. Unsere alltägliche Körpersprache ist bereits deutlich eingeschränkt. Und all dies aufgrund der Art, wie die Dinge um uns herum unsere Bewegungen choreographieren.

Das Ziel von Peekaboo ist es, die alltäglich erlebte, eingeschränkte Körpersprache herauszufordern. Peekaboo lässt sich nicht einfach nur nutzen. Es ist widerspenstig. Es zwingt den Betrachter, seine Stimme in vollem Ausmaß – also über das alltägliche Maß hinaus – zu beanspruchen und verweigert sich, wenn man sich ihm verweigert.

Peekaboo ist in vieldeutiger Weise ein Spiegel. Während die Stimme den Körper zum Erbeben bringt, wird die Eigenwahrnehmung des Körpers durch die Sinne geschärft – der Schrei ist ein Trigger, ein Weckruf, der den Betrachter in den Jetzt-Ort und die Jetzt-Zeit versetzt.