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© Transmediale

KIM freut sich, die Partnerschaft mit dem Festival „transmediale 2019“ bekanntzugeben. Darin stellt sich die Forschungsgruppe mit einem Panel und einem Workshop über algorithmischen Aktivismus vor. Im Namen der Fachgruppe für Kunstwissenschaft und Medienphilosophie der HfG Karlsruhe möchte Sie damit Forschung und Diskussion zu den aktuellen Themen Datenschutz, -sicherheit und -souveränität vorantreiben.

Mehr Informationen: kim.hfg-karlsruhe.de


Panel: Affects Ex-Machina – Unboxing Social Data Algorithms

Mit: Ramon Amaro (Goldsmith Universität), Claudio Agosti und Nayantara Ranganathan (ALEX – Algorithm Exposed campaign), Caroline Sinders (Machine Learning Designer und Künstler). Präsentation und Moderation: Ariana Dongus (KIM HfG Karlsruhe).

Informationen wurden lange Zeit durch konventionelle Medien gefiltert, die die öffentliche Meinung beeinflussten. Im Zeitalter sozialer Medien erfolgt dieser Prozess algorithmisch und zielgerichtet und trennt die gesamte Gesellschaft in Tausende von kleinen Filterblasen, die kollektive Orientierungen schaffen und virale Phänomene steuern. In diesem Panel wird untersucht, wie maschinelles Lernen und obskure Algorithmen individuelle Affekte analysieren, sie zu politischen Ansichten manipulieren und letztendlich Klassen-, Geschlechts- und Rassenvoreingenommenheit verstärken. Ist es möglich, die zunehmende Erfassung emotionaler Daten rückzuentwickeln? Welche Widerstände sind gegen Social-Data-Algorithmen möglich? Von den anstehenden Europawahlen bis hin zur Datenüberwachung in Indien werden die ReferentInnen neue Projekte und Strategien des algorithmischen Aktivismus und der Datensouveränität diskutieren und präsentieren.

So, 03.02.2019, 14:30 to 16:00
Haus der Kulturen der Welt, Auditorium


Workshop: Bring Your Metadata: A Practical Analysis of the Facebook Algorithm (Eine praktische Analyse des Facebook-Algorithmus)

Mit: Claudio Agosti and Nayantara Ranganathan (ALEX – Algorithm Exposed campaign)

Metadaten sind Daten zu Daten, sekundäre Informationen zu unserem Datenfußabdruck, mit denen einzelne Profile und kollektive Verhaltensweisen vollständig rekonstruiert werden können. Auch wenn sie anonymisiert werden, bleiben sie die unsichtbare und wichtigste Währung der digitalen Wirtschaft. Wo liegen die Risiken für die Privatsphäre von Einzelpersonen und was kann durch Metadatenanalyse aufgezeigt werden? In diesem Workshop werden Metadaten nicht zur Untersuchung von Menschen verwendet, sondern zur Untersuchung der Logik und Struktur algorithmischer Steuerung. Facebook-Datensätze und Tracking-Techniken werden geprüft. Durch das Erkunden und Spielen mit diesen Metadaten werden die Teilnehmer die Auswirkungen von Algorithmen auf den Einzelnen und die Gesellschaft als Ganzes verstehen.

Fr, 01.02.2019, 11:00 to 14:00
Haus der Kulturen der Welt, K2

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