Die 4. Shenzhen Independent Animations-Biennale "Expanded Animation" ist eine der jüngsten Veranstaltungen ihrer Art, die sich der Kunst unabhängiger Animation widmet.
In zwei parallel stattfindenden akademischen Kooperationsprojekten zwischen der Biennale, der HfG Karlsruhe und der Kunstakademie Sichuan entstanden 14 neue, unabhängige Animationsarbeiten. Die Arbeiten von Studierenden und ProfessorInnen wurden von Daniel Franke and Tang Yong für die Biennale kuratiert und verbinden Komplexität, Alltagsgegenstände, Algorithmen und lokale kulturelle Phänomene miteinander.

Das Projekt "Code to Material" für die Biennale entstand aus einem Forschungsseminar von Daniel Franke an der HfG Karlsruhe.
In den Kursen untersuchten Studierende aus verschiedenen Bereichen wie Medienkunst, Produktdesign und Maschinenbau (KIT) Algorithmen aus den Bereichen Informatik, Mathematik und Kybernetik sowie aus anderen Disziplinen wie Biologie und Physik. Die Immaterialität dieser abstrakten Algorithmen und digitalen Codes war der Ausgangspunkt, um die performativen Aspekte algorithmischer Systeme zu transformieren und dieses Verständnis auf leblose Materie zu projizieren.
Die Seminare umfassten sowohl praktische als auch theoretische Teile. Der zweite Teil konzentrierte sich auf das Verständnis des Mechanismus komplexer Systeme und konzentrierte sich auf die Entwicklung künstlerischer Projekte, um so unterschiedliche Systeme wie Emergenz, Zellulärer Automaten, Genetische Algorithmen, Neuronale Netze und Multi-Agenten zu simulieren. Neben den technischen Aspekten wurde die Simulation anhand ihrer medien-/philosophischen Implikationen und ihrer Bedeutung für die Kunst diskutiert. Von dort aus entwickelten die Studierenden im Laufe des Seminars eigene Projekte, die mit dem Dualismus der Immaterialität/Materialität bzw. des Virtuellen/Wirklichen spielen.

TeilnehmerInnen: Daniel Franke, Tibor Weissmahr, Charlotte Nies, Armin Baehr, Nele Faust, Luisa Andre, Christina Vinke, Isabella Münnich

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