Kinder, die in der Stadt aufwachsen, haben immer seltener die Möglichkeit, auf Bäume zu klettern. Sei es, weil die Bäume zu hoch sind, um auf ihnen zu klettern, oder sei es, weil Eltern oder sonstige Autoritäten es aufgrund der Unfallgefahr verbieten. Mit dem Konzept der „urban trees“ werden die positiven Eigenschaften von Bäumen in der Stadt verstärkt, während potenzielle Nachteile und Gefahren minimiert werden. Es entsteht ein urbaner Spielplatz-Wald, bestehend aus Eiben, Tannen, Weiden und Buchen, der Kindern aller Altersklassen Bäume auch in der Stadt zugänglich macht.
Hierbei macht sich Juliane Fuchs die Eigenschaften der unterschiedlichen Bäume zunutze. Die Stämme junger Buchen sind recht biegsam, weswegen sie sich gut zum wippen und schaukeln eignen. Dieser Effekt wird durch Federn in Stamm und Ästen verstärkt, während spitze Enden an den Ästen durch einen großzügigen Gummiüberzug geschützt werden. Eiben sind mit ihren buschigen Ästen und ihrem undurchdringlichen Dickicht nahezu perfekt geeignet, um darin zu toben und sich zu verstecken – wenn sie nicht so stachelig wären! Daher werden statt der stacheligen Äste Schaumstoffblöcke verwendet, die in der Mitte lose verankert sind, sodass man sie bewegen und umkippen, aber nicht entfernen kann. Der Schaumstoff ist mit Gummi überzogen und somit wasser- und schmutzabweisend. Die schöne, konische Form der Tanne lädt zum Klettern ein – die pieksenden Äste tun es eher nicht. Daher besteht dieses Klettergerüst lediglich aus der „Kontur“ des Baumes. Die Trauerweide wird erweitert zu einem Spielbaum mit veränderbaren Applikationen, die durch ein Klicksystem befestigt werden. So ist die Weide bei Bedarf erweiterbar und kann außerdem mit Ästen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden bestückt werden.

Betreuung:
V.Albus, C. Molgaard