In der Geowissenschaft spricht man von einer Gesteinsansprache, wenn Steine analysiert werden. In ihrer Diplomarbeit beschäftigte sich Pia Matthes mit den Eigenschaften von Gestein und entwickelte zwei Objekte: Thermonite und das Petroskop.
Thermonite sind Gesteine, welche bereits natürliche ergonomische Formen aufweisen, sodass man sie gerne anfassen oder darauf sitzen möchte. Die Gesteine wurden von Pia Matthes im Albtal (Nordschwarzwald) gesammelt und an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe zu Thermoniten elektrifiziert. Werden sie an die Steckdose angeschlossen, laden sie sich thermisch auf und geben eine wohltuende Wärme ab. Thermonite sind in verschiedenen Gesteinsarten, Größen und Wärmeleistungen (Watt) erhältlich.
Das Petroskop gibt einen Einblick in die Petrologie (aus dem Griechischen πέτρα, pétra, Stein) und zeigt, wie unterschiedlich Gesteine aufgebaut sind und was für ein Farbenspiel sich aus solch einem dichten Material ergeben kann. Das Petroskop projiziert einen vergrößerten Ausschnitt des petrologischen Dünnschliffs an die Wand. Ein Dünnschliff ist ein Gesteinspräparat mit einer Dicke von 20 bis 30 µm. Er ist so dünn, dass der sonst so massiv wirkende Stein transparent wird. Optik und Lichtquelle des Petroskops sind durch Magnete verbunden und können auf dem Präparat bewegt werden, um unterschiedliche Ausschnitte projizieren zu können. Optional können Polarisierungsfilter eingesetzt werden, die das Licht in den unterschiedlichen Mineralien des Gesteins brechen.

Unter Betreuung von: BLESS, Maier-Aichen