Im Rahmen seines Diploms beschäftigte sich der Kommunikationsdesign- und Medienkunststudent Felix Kalka mit dem Thema „Gender, Drag und Persona“ in Form eines Pop-Up-Labors, welches Freiraum für Selbsterfahrungen und Performance bot.
Das öffentlich zugängliche, jedoch abgetrennte Lab befand sich im Zeitraum vom 01. Mai bis 07. August in den Lichthöfen der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.
Eine Tür gewährte Zutritt zu dem von vier Wänden umgebenen Raum, der Besucherinnen und Besuchern die Gelegenheit zu Selbstversuchen bot und in seiner Privatheit zum Experimentieren und Entdecken einlud. Das Ziel des DRAGlabs war, Menschen das Thema „Drag“ sowohl durch Talks und Workshops näher zu bringen als auch durch Einzeltermine eine Selbsterfahrung zu ermöglichen.
Jeder Interessierte konnte über diese Website einen privaten Termin vereinbaren und die eigene äußere Erscheinung umgestalten lassen. Durch die Travestiekunstform Drag, bei der Personen durch Make-up und Verkleidung in die Rolle des anderen Geschlechts schlüpfen können, sollte die eigene Persönlichkeit erforscht, verändert und erweitert werden.
Im Zentrum des DRAGlabs stand die Verwandlung in Form des Selbstversuches durch Drag. Was ist Drag genau? Und wie sieht der Verwandlungsprozess genau aus? Nachdem ein Termin ausgemacht wurde, kamen die Interessierten ins DRAGlab der HfG Karlsruhe und wurden von einem Team empfangen. Nach einem kurzen Gespräch über das gewünschte Erscheinungsbild, in das man umgewandelt werden sollte, machte sich Felix Kalka und sein Team an die Umsetzung; Make-Up wurde appliziert und das Gesicht temporär transformiert. Durch das richtige Outfit (welches auch selbst mitgebracht werden durfte) und Perücken wurde die Verwandlung komplettiert. Anschließend wurden Fotos gemacht, die teilweise auf der Website gezeigt werden oder direkt im und am Lab angebracht waren. Alternativ konnten alle die Bilder mit nach Hause nehmen und durften auch völlig anonym bleiben.

Unter Betreuung von:
Prof. Bielicky und Prof. Langdon