Das Projekt Stadt als Sammlung setzt sich mit den Herausforderungen und Potenzialen des analogen und digitalen Archivierens und Sammelns auseinander.
Anhand der Systematik des Zettelkastens wird die Sammlung erprobt und das Prozesshafte des Sammelns dargestellt. Der Inhalt der Sammlung befasst sich sowohl mit der Stadt als auch mit dem Sammeln und Archivieren selbst und wird dadurch permanent assoziativ erweitert. Stadt und Sammlung stehen in Analogie zueinander und eröffnen ein unendliches Experimentierfeld. Drei Boxen mit jeweils hundert Zetteln aus der Sammlung wurden an drei Künstler gegeben, mit der Handlungsanweisung, damit zu arbeiten. Die dadurch entstandenen künstlerischen Positionen werden zusammen mit Teilen der Sammlung in der Ausstellung gezeigt. Der Wert einer Sammlung bemisst sich primär daran, wie sie genutzt wird. Jede Ausstellung macht die Sammlung, die ansonsten verschlossen ist, auf ihre eigene Art und Weise immer wieder aufs Neue sichtbar. Die einzelnen Ausstellungen sind somit Momentaufnahmen dieses Zirkulationsprozesses. Die Ausstellung eröffnet einen Dialog über die Stadt, das Sammeln und Archivieren.

Interdisziplinäres Forschungsprojekt

Betreuung:
Prof. Anja Dorn, Thomas Rustemeyer, Matthias Bruhn, Michael Bielicky

Mit künstlerischen Positionen von:
Kilian Kretschmer, Katrin Lautenbach, Felicitas Wetzel

Ort: 1. OG, mittlere Lichtbrücke, HfG Karlsruhe