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Kunst Medien Gestaltung

Fachübergreifende Vortragsreihe der Fachbereiche Ausstellungsdesign/Szenografie, Kommunikationsdesign, Kunstwissenschaft und Produktdesign der HfG Karlsruhe
 
 
Mittwoch, 11. Januar 2017, 18:30, Raum 112
Katja Diefenbach In welcher Zeit? Politikbegriffe in der poststrukturalistischen Philosophie 
 
In den 1960er Jahren schuf Louis Althusser Begriffe wie „Überdetermination“ oder „strukturale Kausalität“, um geschichtsphilosophische Garantien aus dem Marxismus zu entfernen. Diese Operation bildete den kritischen Bezugspunkt für ein neues Denken des „Ereignisses“ im Poststrukturalismus. Aber kaum etwas ist uneiniger ausgefallen als dieses Denken. Entzieht sich ein Ereignis der Logik des Seins oder artikuliert es sie? Ist es selten oder gilt es für den kleinsten Bruch einer Gewohnheit, die lokalste Geste, die Stimmung eines Nachmittags? Kurz: Handelt es sich bei einem Ereignis um eine ausnahmelogische Unterbrechung oder um singuläre Differentiationen der Zeit? Und was heißt das für das Denken der Politik? Wie tritt ein politisches Ereignis ein und in welcher Zeit? Konzepte von Deleuze, Badiou, Balibar sollen helfen, über diese Frage zu streiten. Katja Diefenbach ist Professorin für ästhetische Theorie an der Merz Akademie, Stuttgart.
 
 
Mittwoch, 15. Februar 2017, 18:30, Raum 112 
Daniel Rourke, Art, Design and Activism in the Anthropocene
 
Daniel Rourke is a writer/artist. His research hijacks speculative and science fiction in search of a radical “outside” to the human(ities), including extensive writing on the intersection between digital materiality, posthumanism, and the arts. In March 2015 Morehshin Allahyari and Daniel released The 3D Additivist Manifesto a call to push technologies beyond their breaking point, into the realm of the provocative, and the weird. The resulting Cookbook of radical designs, by over 100 artists and theorists, was published in November 2016, and will be featured as an exhibition at Transmediale 2017. 

In this lecture Rourke will address the question of “problem solving” in the Anthropocene, contriving dystopian and horror fiction into methodologies for new kinds of action. Is it more radical to change the world or change ourselves, and what are the implications of taking a position?