Die internationale Koproduktion „Der Name der Rose“ aus dem Jahr 1986, die auf einem Roman des italienischen Zeichentheoretikers Umberto Eco (1932-2016) beruht, ging seinerzeit sehr großzügig mit ihrer Vorlage um. Der prominent besetzte Film wurde von den Machern selber als „Palimpsest“ bezeichnet, als ein mehrfach ausradiertes und erneut beschriebenes Blatt. Mit der Vorführung des Films wird zugleich das kunstwissenschaftliche Seminar „Mittelalter-Stereotype“ beschlossen, in dem das Wissen über die mittelalterliche Welt gezielt über heutige Vorstellungen rekonstruiert werden sollte, d. h. über die vielfältigen Verballhornungen, Kitschformen oder Missverständnisse, in denen jene Zeit fortlebt.

Eröffnet wird der Abend mit einem Gespräch zwischen Dr. Anett Werner-Burgmann und Dr. Marcus Becker (Berlin), die mit Forschungen zu Literaturverfilmungen der DEFA, zur Geschichte der Babelsberger Filmstudios und zur Szenografie des Antikenfilms bekannt geworden sind.

Gezeigt wird die 35mm Archivkopie der Deutschen Kinemathek:

Der Name der Rose (D / I / F) 1986 Regie: Jean-Jacques Annaud Mit Sean Connery, Christian Slater u.v.a. 126 Min., Engl. Originalfassung mit dt. und frz.Untertiteln

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