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© „Swiss Psychotropic Gold”, CMV Christoph Merian Verlag Basel

Unsere Professorin Füsun Türetken ist mit zahlreichen Fotografien und ihrem Text „Gold. Alchemic Desire“ in der Publikation „Swiss Psychotropic Gold” vertreten, die im Februar veröffentlicht wird.

Bis zu 70% des weltweit gehandelten Golds fließt durch Schweizer Raffinerien. Meistens abseits der Öffentlichkeit und unbeobachtet. Es ist eine jahrhundertealte Geschichte des Schweizer Handels, die tief in kolonialen und postkolonialen Praktiken verwurzelt ist. Die Mythenbildung der Schweizer Neutralität verwandelt die oft gewalttätigen und „schmutzigen” Umstände des Bergbaus in eine undurchsichtige, aber geordnete Form der Technokratie, der Diskretion und der virtuellen Finanzen. Zur gleichen Zeit beeinflussen die für die moderne Industrialisierung und zeitgenössische Finanzen essentiellen Schweizer Handelsbeziehungen kulturelle, affektive und moralische Ökonomien. Sie haben zum Schweizer Wohlstand beigetragen, aber auch zum nationalen Narrativ einer unabhängigen, sicheren und weißen Vorherrschaft.

Gold, mit seinen Verknüpfungen und Symbolen, dient in dieser hybriden Publikation als Ausgangspunkt um den schwer fassbaren und oft unsichtbaren Pfad der Moleküle, Affekte und der Gewalt zu folgen. Ausgehend von knowbotiqs künstlerischen Praktiken des Projekts „Swiss Psychotropic Gold“ (2016-17), präsentiert „Gold. Alchemic Desire“ Beiträge über illegalen Goldabbau, rassifizierten Abbau von Bodenschätzen, Tiefseebergbau, Rohstoffpolitik uwm.

Beiträge von: Adji Dieye, Nina Bandi, Elke Bippus, Yolanda Ariadne Collins, Fundación Mareia, Gitanjali Dang, Anna Frei, Ayesha Hameed, Rohit Jain, knowbotiq, Angela Melitopoulos/Angela Anderson, Margarida Mendes, Johannes Paul Raether, Gerald Raunig, Jordy Rosenberg, Christoph Schenker, Jakob Tanner, Ira Terzol jr, Füsun Türetken, Yvonne Volkart

In Zusammenarbeit mit DRAFT, Institute for Contemporary Art Research Zurich, Khanabadosh Mumbai and HeK Basel

Swiss Psychotropic Gold
eds. knowbotiq, Nina Bandi
Design: studio es
ca. 270 Seiten, ca. 100 Bilder, Hardcover, 14,5 × 21 cm, English
sd-card mit künstlerischen Beiträgen(Video, Audio)
CMV Christoph Merian Verlag Basel 2020

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