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Informationen wurden lange Zeit durch konventionelle Medien gefiltert, die die öffentliche Meinung beeinflussten. Im Zeitalter sozialer Medien erfolgt dieser Prozess algorithmisch und zielgerichtet und trennt die gesamte Gesellschaft in Tausende von kleinen Filterblasen, die kollektive Orientierungen schaffen und virale Phänomene steuern. In diesem Panel wird untersucht, wie maschinelles Lernen und obskure Algorithmen individuelle Affekte analysieren, sie zu politischen Ansichten manipulieren und letztendlich Klassen-, Geschlechts- und Rassenvoreingenommenheit verstärken. Ist es möglich, die zunehmende Erfassung emotionaler Daten rückzuentwickeln? Welche Widerstände sind gegen Social-Data-Algorithmen möglich? Von den anstehenden Europawahlen bis hin zur Datenüberwachung in Indien werden die ReferentInnen neue Projekte und Strategien des algorithmischen Aktivismus und der Datensouveränität diskutieren und präsentieren.

Mit: Ramon Amaro (Goldsmith Universität), Claudio Agosti und Nayantara Ranganathan (ALEX – Algorithm Exposed campaign), Caroline Sinders (Machine Learning Designer und Künstler). Präsentation und Moderation: Ariana Dongus (KIM HfG Karlsruhe).

Zeit: So, 03.02.2019, 14:30 to 16:00
Ort: Haus der Kulturen der Welt, Auditorium (Berlin)

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