aspect-ratio 10x9 Jandra Böttger

Jandra Böttger (© Jana Hoffmann)

Die Studentin Jandra Böttger präsentiert am 28. Juli um 18:00 Uhr ihre im Fach Kunstwissenschaft und Medienphilosophie eingereichte Magisterarbeit. In dieser untersuchte sie verschiedene ästhetische Dimensionen des NATO-Manövers Fallex 66 (1966), während dessen Abgeordnete des Bundestages und Mitglieder des Bundesrates für 4 Tage einen Dritten Weltkrieg simulierten, um die noch nicht verabschiedeten Notstandsgesetze zu testen.

Davon ausgehend wird sie die Hauptfrage ihrer Arbeit vorstellen: Inwiefern ist eine Übung eine politisch legitime Methode? Eine Übung funktioniert affektiv und passt so nicht in eine deliberative Demokratie, die die Verhandlung von Argumenten auf rationaler Ebene vorsieht. Eine Übung bietet stattdessen mithilfe theatraler Mittel die Möglichkeit nicht-rationaler Wissensvermittlung. Wie lässt sich also eine Übung zwischen Fiktion und Realität, zwischen Disziplinierung und Emanzipation einordnen? Ist die Immersivität einer Übung manipulativ? Welche Rolle spielt der Körper und die umgebende Architektur? Und wie überhaupt unterscheidet sich eine Übung von einer Probe, einem Test oder einem Experiment?

Der Vortrag findet auf der Lichtbrücke der HfG statt. Eine Anmeldung ist aufgrund der Cornona-Situation erforderlich. Der Vortrag wird ebenfalls auf Big Blue Button und dem Instagram-Account der HfG gestreamt.

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