aspect-ratio 10x9 Dr. Clémentine Deliss

Dr. Clémentine Deliss (© David Galstyan)

Dr. Clémentine Deliss hat zum Wintersemester 2018/19 die Vertretungsprofessur für kuratorische Theorie und dramaturgische Praxis an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe übernommen. Zuletzt war sie Gastprofessorin an der Ecole nationale supérieure des arts de Paris-Cergy, und Ko-Kuratorin der Ausstellung „Hello World. Revision einer Sammlung“ im Hamburger Bahnhof, Berlin. Sie kuratierte auch für das Goethe-Institut mehrere internationale Diskussionsrunden in Südostasien zum Thema „Transitioning Museums“.

In ihrer kuratorischen Praxis setzt sich Dr. Clémentine Deliss mit interdisziplinären sowie kultur- und medienübergreifenden Ansätzen auseinander. Ihre Pläne für die Lehre an der HfG Karlsruhe formuliert sie folgendermaßen: "Dieses Jahr untersuchen wir verschiedene Experimentierfelder in der kuratorischen Arbeit und entwerfen gemeinsam mit Studierenden aus allen Fächern der HfG neue Modelle für eine metabolische Museums-Universität der Zukunft. Können wir eine neue Form von „visuellem Denken“ erarbeiten, das auf der Basis eines transdisziplinären Re-design und Re-mediation von historischen Sammlungen realisiert wird?“

Dr. Clémentine Deliss ist mit ihrer Forschung und kuratorischen Projekten weltweit tätig, zuletzt 2017 für das Goethe-Institut in sieben Länder Südostasiens und 2016 in Armenien, wo sie ein interdisziplinäres Observatorium leitete, das dann als “Portable Homelands. From field to factory” im Rahmen der Ausstellung „Hello World!“ im Museum Hamburger Bahnhof in Berlin diesen Sommer gezeigt wurde. Von 2010 bis 2015 war sie Direktorin des Weltkulturen Museums in Frankfurt und initiierte ein Forschungslabor, um die Sammlungen in einem post-ethnologischen Kontext neu zu verorten. Von 2002 bis 2009 war sie Direktorin des transdisziplinären Kollektivs “Future Academy”, die studentische Recherchegruppen auf allen fünf Kontinenten umfasste. Zwischen 1996 und 2007 publizierte sie das Sprachorgan und Publikationsreihe “Metronome”. Sie studierte Gegenwartskunst in Wien und semantische Anthropologie in London und Paris und promovierte an der School of Oriental and African Studies, Universität von London über die Zeitschrift „Documents“ (Hrsg. von Georges Bataille, Paris, 1929–1930) und die ethnologische Arbeit von Michel Leiris.

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