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© KunstNacht Kempten

Die KunstNacht Kempten bietet Kunstgenuss auf Augenhöhe. Zum 5. Mal veranstaltet die Stadt Kempten gemeinsam mit Kunstschaffenden das große Kulturevent. An weit mehr als 60 Orten zeigen KünstlerInnen ihre Projekte auf den nächtlichen Straßen und Plätzen der Stadt. Ateliers und Museen öffnen ihre Türen und bringen Menschen zusammen.

Die Kulturmanagerin der Stadt Kempten, Susan Funk, ist Alumna der HfG Karlsruhe (Kunstwissenschaft und Medienphilosophie) und übernimmt die künstlerische Leitung der diesjährigen KunstNacht Kempten. Sie nutzte ihr HfG-Netzwerk, um Alumni und Studierende für die Ausstellung zu gewinnen.

HfG Alumni und Studierende, die beteiligt sind:

  • Tobias Wootton (Großinstallation auf einem öffentlichen Platz)
  • Lukas Rehm (Installation in einer Ebene eines Parkhauses)
  • Annika Gutsche (Künstlerische Intervention)
  • Hasan Halilovic (Grafik)
  • Ioana Spanachi (Kuratorin)

Mehr Informationen: https://www.kunstnacht-kempten.de



Wald I - Annika Gutsche

Eine künstlerische Intervention.

Diaprojektor mit Farbdia. Bewegungsmelder. Sobald sich eine Person der Projektion auf etwa 20 m nähert, kappt der Bewegungsmelder die Stromversorgung für ca. 15 Sekunden – etwa die Zeit, in der die ZuschauerInnen bis zum Diaprojektor vordringen können. Die installative Arbeit spielt mit den voyeuristischen Anteilen der Betrachtenden, indem sie ihre Bewegungsabläufe vorgibt und definiert.

Annika Gutsche (*1991 in Fulda) studierte Medienkunst an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Sie beschäftigt sich unter Verwendung verschiedener Methoden und Medien mit Begegnungen und Unbestimmtheiten. Neben installativen, performativen und fotografischen Arbeiten entstanden in den vergangenen Jahren hauptsächlich filmische Formate. Aktuell arbeitet sie an ihrem Masterprojekt im Fachbereich Film an der HFBK Hamburg.

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© Annika Gutsche



Wald - Wilson Wootton (Adrianne Wilson und Alumnus Tobias Wotton)

"Wald" ist eine interaktive 2-Kanal-Videoinstallation, die vom Künstlerduo Wilson Wootton (Adrianne Wilson und Alumnus Tobias Wootton) speziell für den Hildegardplatz in Kempten konzipiert wurde. Die Arbeit thematisiert auf poetisch-spielerische Weise die gegenseitige Abhängigkeit von Mensch und Wald. Heimische als auch ferne, scheinbar unberührte und offensichtlich kultivierte Wälder werden zu sehen sein.
Ein monumentaler und zugleich simpler Aufbau lädt die BesucherInnen ein, Bäume und Wald im Licht ihrer Schatten entstehen zu lassen. Der "Wald" wird zur Bühne und die BesucherInnen zu AkteurInnen. Je mehr AkteurInnen sich organisieren, desto mehr Wald wird sichtbar: Begibt man sich auf die eine Seite, entsteht Wald für alle; auf der anderen Seite wird man selbst zur Projektionsfläche  auf Kosten der Anderen. Auf diese Weise funktioniert die Installation wie ein politisches Ökosystem.

Die Geräuschkulisse wird live und analog von den Klangkünstlern Silvan Strauß und Samuel Wootton erzeugt. Das KARI.TANZHAUS wird den »Wald in drei Performances über den Abend verteilt animieren.

Termine:
19:30 Uhr, 22:00 Uhr, großes Finale um 23:45 Uhr



Lot - Lybes Dinem (Lukas Rehm)

Als "Lybes Dinem" gestaltet der Künstler und Komponist Lukas Rehm immersive Konzertsituationen und Installationen. Im Rahmen der KunstNacht wird auf der Parkgeschossebene 2 des Parkhauses Kronenstraße ein audiovisuelles Showcase gezeigt. In synchronisierten Projektionen und Mehrkanal-Sound werden psychoakustische und visuelle Phänomene, sowie das Verhältnis von Körperlichkeiten und Affekt zu musikalischem und theatralem Material.

Lukas Rehm (*1989 in Memmingen) lebt und arbeitet in Karlsruhe. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte in München, internationalen Forschungsaufenthalten und zahlreichen Experimenten in theatralen Formaten, seit 2013 Studium der Medienkunst an der HfG Karlsruhe. Neben installativen, audiovisuellen und skulpturalen Arbeiten konzentriert er sich in seinem 2013 gestarteten Projekt "Lybes Dinem" um die Möglichkeiten digitaler Musikproduktion.

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© Lybes Dinem



Kuration im Atelier in Vorholz - Ioana Spanachi und Susan Funk

Rund um die Allgäuer Künstlerpersönlichkeit Gerhard Ammann (1954  -1990) bildete sich in den 1980er Jahren eine KünstlerInnengruppe. Ammanns Landmaschinenwerkstatt und Atelier in Vorholz bei Isny war dabei in vielerlei Hinsicht ein Dreh- und Angelpunkt. Befreundete KünstlerInnen konnten die Infrastruktur wie Werkbänke oder Schweißgerät nutzen, um ihre eigenen künstlerischen Werke anzufertigen oder auch das eigene Auto reparieren zu lassen. Ebenso war der Austausch untereinander ein signifikantes Element für alle Beteiligten. Teils geschah dieser direkt im Arbeitsprozess in der Werkstatt in Vorholz, teils waren es Partys, selbst organisierte Symposien und Ausstellungen, die den KünstlerInnen ein Netzwerk schufen, das ihnen fernab der Großstädte fehlte. Die Ausstellung in der Südhalle der St. Mang Kirche legt einen Fokus auf das künstlerische Schaffen dieses Freundeskreises in den frühen und mittleren 1980er Jahren und untersucht mittels Skizzen, Zeichnungen und Gemälden zum einen, wie sich die KünstlerInnen eventuell gegenseitig beeinflusst haben und zeigt zum anderen die unterschiedlichen künstlerischen Standpunkte zu diesem spezifischen Zeitfenster in der Provinz.

Kuratiert von Ioana Spanachi und Susan Funk.

Susan Funk ist in Immenstadt im Allgäu geboren und studierte Kunstwissenschaft, Philosophie und Medienkunst an der HfG Karlsruhe und an der Universität Basel. Sie ist Gründungsmitglied des FAK (Feministisches Arbeitskollektiv), das sich 2012 in Karlsruhe formierte, arbeitete freiberuflich im Badischen Kunstverein, als freie Autorin und DJane. Seit diesem Jahr ist Kulturmanagerin der Stadt Kempten und hat die künstlerische Leitung der KunstNacht Kempten inne.

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Foto: Unbekannt



Rampenlicht - Mosh & Mosh und HsnOne (Hasan Halilovic)

Im Laufe der KunstNacht entsteht ein zehn Meter langes Gemälde. Die BesucherInnen sind eingeladen, Modell im "Rampenlicht" zu stehen. Durch ihre Pose und deren Schattenwurf werden sie zu einem Teil des Gemäldes und können dessen Entwicklung mitgestalten. Im gleichen Moment halten die KünstlerIn den Schatten in Farbe fest. Die 15 Minuten Ruhm werden malerisch manifestiert und die Leinwand wird ein Stück weiter aufgerollt.
Am Ende des Abends ergibt sich ein Zeitdokument eines gesellschaftlichen Anlasses, ein Zeugnis der eigenen Präsenz, der Präsenz des Anderen, der Begegnung oder eben des Nebeneinanders. Eine künstlerische Position, bei der es sich lohnt, immer mal wieder vorbeizuschauen.

Mosh & Mosh aus dem Hause Colorshok sind ein Sprayer-Duo aus Ulm, welches bereits seit über zehn Jahren Flächen in Ulm, um Ulm und um Ulm herum farblich bereichert.

Hasan Halilovic (*1985 in Laupheim) hat im Mai 2017 mit der Diplomarbeit „The love movement“ sein Kommunikationsdesign-Studium abgeschlossen. Sein Fokus liegt bei der (Pop-)Kultur an sich mit ihren Ausprägungen in Bild und Ton, Geschichte und Sprache. Als HsnOne ist er in der Graffiti-Kultur verwurzelt. Sein Schaffen ist breit gefächert und die Palette reicht von Malerei, über Grafik, bis hin zu Kalligraphie und Videokunst.

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© HsnOne

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