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Wie bereits im letzten Winter vertritt Daniela Stöppel auch im Sommersemester 2020 die Professur für Kunstwissenschaft und Medienphilosophie. Ihre Veranstaltungen liegen im kunstwissenschaftlichen Bereich, während der medienphilosophische Anteil von Anatole Lucet abgedeckt wird. Daniela Stöppel lehrt außerdem am Institut für Kunstgeschichte der LMU München, wo sie seit 2007 beschäftigt ist.

Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Designtheorie und -geschichte sowie allgemein in der Selbstkonstitution von „Moderne“ in Kunst und Gestaltung. 2008 wurde sie mit einer Arbeit zu Verkehrszeichen, Piktogrammen und Farbleitsystemen promoviert, die sich mit der Ausweitung abstrakter Bildsprachen auf den öffentlichen Raum zwischen 1910 und 1950 befasst. Entgrenzungs- und Expansionsphänomenen von „Kunst“ geht sie auch in ihrem aktuellen Forschungsprojekt über den französischen Maler Gustave Courbet nach, dessen Konzept des Realismus ebenfalls als konstitutiv für eine „Moderne“ gelten kann, die sich zum einen durch formalästhetische Autonomie definieren möchte und zugleich die unmittelbare Verbindung zwischen Kunst und Leben einfordert. Daniela Stöppel ist außerdem als Kuratorin tätig (zuletzt: Otto Neurath. 5 Aktivierungen, Kunstraum München, 2019) und schreibt für die internationalen Kunstmagazine Artforum International, spike und frieze.

An der HfG bietet sie dieses Semester zwei Seminare an: „Gender und Kreativität“ befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen Geschlecht und KünstlerInnen-schaft, und möchte über die historische Perspektivierung des Themas zu einer reflektierten Gegenwartsanalyse ästhetischer Praxis kommen. Das zweite Seminar ist „dynamischer Raumerfahrung“ gewidmet, und untersucht die Techniken und funktionellen Wirkweisen des Spaziergangs, der Wanderung oder des „Walks“ anhand von Quellentexten und Re-Enactments.

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