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Selbstbewusstsein –
Zur Philosophie des Subjekts in der Gegenwart

Veranstaltungstyp: 
Blockseminar
Fach: 
Philosophie und Aesthetik
Zeit: 
4 Termine; jeweils freitags 15 – 17 Uhr u. samstags 10 –12 Uhr ; weitere Termine nach Absprache; Vorbesprechung mit Referatverteilung: Freitag 22.10., 10 Uhr
Ort: 
Raum 305

Die Zeiten, in denen das Problem des Selbstbewusstseins philosophisches Hoheitsgebiet war, sind vorbei. Im Zeichen des heute tonangebenden Naturalismus, allen voran der Neuro- und Kognitionsforschung, steht bereits die Annahme, es gäbe ein genuin philosophisches Problem des Selbstbewusstseins, unter Rechtfertigungsdruck. Was bleiben soll, ist die Idee einer kritischen Meta-Wissenschaft, die den empirischen Wissenschaften die Sachforschung überlässt und sich auf zwei Aufgaben beschränkt: Begriffsklärung und Vermittlung zwischen den neuen empirischen Theorien und den „alten mentalistischen Beschreibungen und Erklärungen von Personen“ (Peter Bieri). Vor diesem Hintergrund stellt das Seminar die Frage nach den Bedingungen für eine philosophische Theorie des Selbstbewusstseins in der Gegenwart. Dies im Sinne einer systematischen und historischen Einführung in eine Schlüsselfrage der neuzeitlichen Philosophie. Hierfür werden wesentliche Stationen der Subjektphilosophie von Descartes bis Luhmann vorgestellt und mit ausgesuchten Stimmen der empirischen Forschung aus der Gegenwart (Thomas Metzinger) ins Gespräch gebracht. Leitfaden ist die logische Figur der „Selbstbezüglichkeit / Selbstreferenz“ als Signatur der kopernikanischen Moderne. Textreader und Bibliographie werden in der ersten Seminarsitzung bekannt gegeben. Vorbesprechung mit Referatverteilung: Freitag 22.10., 10 Uhr