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Das Denken der Zukunft

Veranstaltungstyp: 
Seminar
Fach: 
Philosophie und Aesthetik
Zeit: 
freitags, 14-täglich, 10–13 Uhr
Ort: 
Raum 3.A 14

 
In Fortsetzung und gewissermaßen invers zum Sommersemester, in dem mit „Tradition, Archiv und kulturellem Gedächtnis“ die Konstruktion von Vergangenheit das Thema war, wenden wir uns in diesem Semester Theorien, Entwürfen, Visionen der Zukunft zu. Die unterschiedlichen Arten, Zukunft zu denken, wie sie im Verlauf der Geistesgeschichte bestimmend waren, werden auf der grundsätzlichen zeittheoretischen Ebene, aber auch in ihren politischen und ästhetischen Implikationen untersucht. Der Bogen der Texte, die in studentischen Referaten präsentiert und im Plenum diskutiert werden, spannt sich von Platon und Augustinus über Nietzsche und Bergson bis zur Futurologie des 20sten Jahrhunderts und zu postmodernen Zeittheorien (Virilio, Flusser). Am Ende steht die Frage, ob sich hinter dem Zeitstau der Gegenwart bereits ein „Denken der Zukunft“ (Genitivus subjectivus) ausmachen lässt. Für Studierende aller Semester und Fachrichtungen. Prof. Sloterdijk wird in unregelmäßiger Folge am Seminar teilnehmen. Beginn mit Referatvergabe: Freitag, 20.10.2006