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Der Gombrich-Faktor

Fach: 
Kunstwissenschaft und Medientheorie
Veranstaltungstyp: 
Kolloquium
Zeit: 
mittwochs, 16 – 18 Uhr
Ort: 
Raum 112 (Großer Seminarraum)

Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Dr. Silke Walther
 
„Wer die Sprache der Wissenschaft missbraucht, um dem Leser zu imponieren, nimmt ihn nicht für voll.“ Ernst Herbert Gombrich zählt zu den geistreichsten Kunsthistorikern aus dem Umkreis der „Wiener Schule“. Was Interdisziplinarität, kunsthistorisches Wissen und Methode leisten kann, ist am Beispiel seiner Schriften, von „Art and Illusion“ über „Meditations on a Hobby-Horse“ bis zu „Preference for the Primitive“ (wieder) zu entdecken. Lange vor dem „Popular Turn“ der Wissenschaften schrieb Gombrich Sachdarstellungen, die in zahlreichen Sprachen noch heute ihre Leser begeistern. Wissenschaftlich schreiben und dabei klar bleiben ist ein „Gombrich-Faktor“, der zwischen Spezialisierung und „Kunstwissenschaft 2.0“ aktueller denn je ist. Das Kolloquium kombiniert Lektüre, Methodendiskussion und führt zugleich in Gombrichs intellektuelle Biographie ein. Wahrnehmung, Bild, Repräsentation, Kunst und Geschichte sind hierbei einige Stationen. Examenskandidaten erhalten die Gelegenheit, sich unter Anleitung von Sir Herbert „der Mühsal ehrlichen Schaffens“ an Beispielen aus laufenden oder geplanten Schreibprojekten zu unterwerfen. Eine Anmeldung der Teilnahme (per E-mail) ist bis 15.04. möglich. Max. Teilnehmerzahl: 10 Personen. Beginn: 21.04.2010.