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17.05.2012
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Start / News / SWR2 Kulturnacht

SWR2 Kulturnacht

Orchesterkonzert
  • Johannes Brahms: "Tragische Ouverture"
  • Wolfgang Rihm: "Dritter Doppelgesang" für Klarinette, Viola und Orchester (2004)
  • Wolfgang Rihm: "MAGMA" für großes Orchester
  • Jean Sibelius: "Sinfonie Nr. 7 C-Dur"

 
SWR Sinfonieorchester, Baden-Baden und Freiburg
 
Viola: Antoine Tamestit
Klarinette: Jörg Widmann
Leitung: Lothar Zagrosek Leitung
Moderation: Hans-Peter Jahn, Lydia Jeschke 
 
Konzertpause: Lydia Jeschke und Hans-Peter Jahn im Gespräch mit Jörg Widmann
Das Konzert wird von SWR 2 aufgezeichnet, Sendetermin ist So 18. März 2012, ab 20.03 Uhr
 
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Wolfgang Rihm: 60. Geburtstag. Schon langfristig hat man sich in der Musikwelt auf dieses Datum vorbereitet, feiert sie doch einen der erfolgreichsten und produktivsten Musikschöpfer unserer Zeit. SWR2, sein „Haussender“, macht ihm mit der SWR2-Kulturnacht ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk. Er beleuchtet in drei großen Veranstaltungsblöcken die Persönlichkeit und das Kunstwollen des Karlsruher Komponisten. Während Dietrich Brants und seine Gäste im SWR2-Forum „Schreiben und Überschreiben“ den Verlauf von Künstlerbiografien heute hinterfragen, umkreisen die SWR2-Musikredakteure Lydia Jeschke und Hans-
Peter Jahn in zwei Gesprächsrunden die Lehrerpersönlichkeit Wolfgang Rihm und dessen Bezüge zu den anderen Künsten außerhalb der Musik. Im Zentrum des Abends steht das Konzert mit dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, in dem zu Rihms eigenen Werken „Lieblingsmusik“ tritt. 
Der Impetus der Instrumentalmusik von Johannes Brahms klingt in manchen (vor allem kammermusikalischen) Werken von Wolfgang Rihm hörbar nach — auch dessen Vorliebe für die warmen Töne der Klarinette oder Bratsche, die in Rihms „Drittem Doppelgesang“ die Solisten sind. 
„Magma“ für großes Orchester entstand 1973, noch vor dem frühen Orchesterstück „Sub-Kontur“, das als Werk einer „Neuen Innerlichkeit“ oder beginnenden „Postmoderne“ bald darauf in Donaueschingen für lang anhaltende Diskussionen sorgen sollte. Uraufgeführt wurde es aber erst 14 Jahre später, 1987 in Stuttgart.
Jean Sibelius’ „Siebte Sinfonie“ wagt 1924 noch einmal einen selbstbewussten C-Dur-Akkord als lauten Schlusspunkt des einsätzigen Werks — für den „Vater der finnischen Musik“ eine letzte öffentliche Äußerung in großer Besetzung. Und im Gegensatz zu vielen anderen seiner Zeitgenossen scheut auch Wolfgang Rihm heute vor einem C-Dur-Klang nicht zurück.

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