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23.02.2012
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HfG Karlsruhe verleiht Myschkin-Preis

Französische Diplomat und Schriftsteller Stéphane Hessel für sein Lebenswerk ausgezeichnet

 
Das Gründungskomitee des Myschkin-Preises der HfG Karlsruhe (Maren Sell, Paris; Peter Weibel, Karlsruhe; Peter Sloterdijk, Karlsruhe; Regina Haslinger, Wien; Rene Gude, Amsterdam; Joszef Bugovics, Leipzig) gibt die Stiftung eines neuen Kulturpreises bekannt. Mit ihm sollen kulturschöpferische und ethische Leistungen geehrt werden, deren Urheber sich durch vorbildhafte Beiträge zur Schaffung eines Klimas der Generosität  hervorgetan haben. Bei der erstmaligen Vergabe des Preises hat das Komitee den Aspekt des „advokatorischen Humanismus“ in den Mittelpunkt gestellt: Durch den engagieren sich Einzelne gleichsam als Anwälte von Mitlebenden, denen aus diversen Gründen das Eintretenkönnen für ihre eigenen Interessen verwehrt ist.
 
Die Trägerorganisation des Myschkin-Preises hat die Form eines Freundeskreises, in dem Mitwirkende auf der Grundlage gemeinsamer Wert- und Zielvorstellungen willkommen sind.
 
Portrait Stéphane HesselDer Träger des Myschkin-Preises 2012 für sein Lebenswerk ist der französische Diplomat und Schriftsteller Stéphane Hessel. Der Myschkin-Preis 2012 für ein work in progress, der mit einer Preissumme von 50.000 Euro ausgestattet ist, wird an den österreichischen Tierrrechte-Aktivisten Martin Balluch verliehen. Ein Sonderpreis geht in diesem Jahr an den italienischen Psychiater Gaetano Benedetti für seine lebenslange Bemühung um das Verständnis und die Behandlung schizophrener Erkrankungen.
 
Der Künstler Neo Rauch hat die Preis-Statuette gestaltet.
 
Die Preisverleihung findet am 30. Januar 2012 im Pariser Théatre de l’Odéon statt. Die Laudatio auf Stéphane Hessel wird der französische Politiker Daniel Cohn-Bendit  halten. Der Philosoph Thomas Macho hält die Preisrede für Martin Balluch. Die Psychoanalytikerin Elisabeth Roudinesco wird Gaetano Benedetti würdigen.
 
Die Schauspielerin und Sängerin Angela Winkler liefert zu der Soirée musikalische Beiträge. Die bekannte französische Journalistin Laure Adler wird die Moderation der Zeremonie übernehmen.
 

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