EGOCANDY – Selbstdesign
Die moderne Neurowissenschaft legt nahe, dass das Ich gar kein Zentrum hat, auf das es sich beziehen könnte, sondern ein Konglomerat aus Erinnerungen ist, das immer vom Jetzt aus neu interpretiert wird. Vom Diktat dieser Erinnerungen können wir uns mithilfe der Kunst des Selbstdesigns lösen und der Ich-Vorstellung etwas Visionäres hinzufügen – diese „Antropotechnik“ bietet Möglichkeiten, sich selbst neu zu erfinden und zu formen.
Die im Seminar "Selbstdesign" im Wintersemester 2011/12 an der HfG entstandenen Arbeiten beschäftigen sich demnach einerseits mit privater, gefühlter Identität, anderseits mit Strategien der gezeigten, öffentlichen Identität, die in Echtzeit und auf Selbstoptimierung ausgelegt im soziodigitalen Netz kommuniziert wird.
Mit Zeichnung, Video, Sound, Installation und Textarbeiten bespielen 12 Studierende kollektiv den Ausstellungsort.

„Wer ist mein Avatar? Wie beeinflusse ich Fremdwahrnehmung? Was ist Schönheit? Ist Schönheit modulierbar / manipulierbar? Welche Funktion übernimmt die Verdoppelung meines Selbst? Ist die Erstellung eines erweiterten Ich-Körpers ein toter, oder ein lebendiger Körper?“, sind Fragen, denen sie nachgehen.
Der Ausstellungstitel EGOCANDY bezeichnet das alltägliche Bedürfnis nach positiver Resonanz (Zucker fürs Ego), gleichzeitig verweist er auf den Ausstellungsort, die ehemalige Villa einer Karlsruher Bonbonfabrikanten-Familie.
Kurator der Ausstellung ist HfG -Alumnus Frederik Busch.
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EGOCANDY
Ausstellung von 12 Studierenden der HfG Karlsruhe
Ort: Bonbonfabrik Gellertstraße 14, Karlsruhe
Eröffnung am: 24.02., 18:00 bis 21:00 Uhr
Geöffnet am: 25. und 26.02., 14:00 bis 18:00 Uhr
Eintritt frei

