BAUHÜTTE I und II
Leitung Gespinstorchester: Marina Petrikat, Anne Vortisch, Florian Meyer
Leitung Geheimer Block: Alexandra Besta
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Wolfgang Rihm versteht Komponieren auch als „Bauen“. In mehreren Workshops wird gemeinsam mit Kunstpädagogen, Szenografen und Musikern diesem gewissermaßen baulichen Aspekt aus seinem Schaffen ein kreativer Raum geöffnet, in dem Jugendliche eigene Klangobjekte und Instrumente selbst entwerfen und bauen. Diese können auch von elektronischer Technik unterstützt werden. Die Spannbreite geht von eigenen Formungen als Reaktion auf Wolfgang Rihms Musik bis hin zu Phantasie-Instrumenten oder dem elektronischen Theremin. Die Objekte müssen nicht zwangsläufig klingen, sondern können auch bildnerische, assoziative Umsetzungen von Klang sein. Die „Bauhütte“ korrespondiert mit dem Uraufführungsprojekt „Konzertante Plastiken“, in denen sich namhafte Komponisten (Olga Neuwirth, Rebecca Saunders, Peter Ruzicka, Markus Hechtle und Pascal Dusapin) ebenfalls mit der Thematik auseinandersetzen.
Das Projekt gliedert sich in zwei Teile. Das Teilprojekt „Gespinst-Orchester“ geht mit dem Material Stoff musikalisch um, in dem Stoff auf seine klanglichen Eigenschaften hin erforscht und zu einem eigenen Klangkörper zusammen gebaut wird. Das Teilprojekt „Geheimer Block“ geht von der objekthaften, körperlichen Eigenschaft der Musik Wolfgang Rihms aus und versucht klangliche Physiognomien in konkrete räumliche Dimensionen zu übersetzen.
Die entstandenen Arbeiten und daraus abgeleiteten Performances werden am Sonntag des Festival-Eröffnungswochenendes zusammen mit den Ergebnissen aus dem Projekt „Schlag zu!“ in der Hochschule für Gestaltung präsentiert.
