Alle im Wunderland
Angesichts eines von Krisen geschüttelten Zeitgeistes verteidigt der Philosoph Matthias Müller das gewöhnliche Leben gegen seine Verächter. Er tut dieses überraschend auch dadurch, daß er in dem Wort gewöhnlich das Wohnen mithört und darunter ein Leben in intakten Innenräumen versteht. Das gewöhnliche Leben entpuppt sich als das wahrhaft süße Leben. Dabei ruft die Erfahrung von Innenräumen wie die eines Schlafzimmers oder einer Familie überhaupt erst eine bewußte und stabile Selbsterfahrung hervor.
Müllers Essay ist nebenbei eine diskrete Auseinandersetzung mit der Sphärentheorie und der Allgemeinen Immunologie von Peter Sloterdijk: Die körperlichen, rechtlichen, symbolischen und rituellen Immunsysteme a la Sloterdijk erscheinen in diesem Zusammenhang jeweils als Innenräume und sind insofern gewöhnlich. Deutlich wird dabei: Wo das Leben gelingt, wird es immer gewöhnlich sein. „Alle im Wunderland“ ist ein ebenso geistreicher wie amüsanter Essay.
Matthias C. Müller, Jahrgang 1970, studierte Philosophie, Germanistik und Klassische Philologie an den Universitäten Frankfurt am Main, Wien, Tübingen und Heidelberg. Der Sloterdijk-Schüler ist Lehrbeauftragter für Philosophie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. 2005 gründete er die mobile Akademie Der Philosophische Garten (www.philosophischergarten.de).
Matthias C. Müller
Alle im Wunderland
Verteidigung des gewöhnlichen Lebens
Diederichs Verlag, München
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 192 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-424-35030-2
€ 16,95 [D] | € 17,50 [A] | CHF 30,90 (UVP)Unverbindliche Preisempfehlung
www.randomhouse.de/diederichs

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