Medienkunst: Neue Medien
Der Fachbereich Medienkunst / Kunst der neuen Medien wird seine Werke in frei stehenden, vorgefertigten Containern präsentieren. Die Werke in dieser Weise zu zeigen, ist nicht nur auf eine praktische Lösung zurückzuführen, sondern basiert auf der Idee, eine Art Insel zu konstruieren, die einerseits den Werken eine gewisse Autonomie verschafft, und sie gleichzeitig mit den spezifischen Begebenheiten des bestehenden Kontexts konfrontiert. Auf der Ebene der einzelnen, individuellen Werke sind diese jedoch miteinander verbunden und sie bilden eine vielfältige aber auch geschlossene Einheit.

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PICASSO-BÄR
Hannah Cooke
ca. 10 Werke von Tieren, Recherchematerial aus gefundenen Zeitungsartikeln, dem Internet und Literatur, sowie 4 Videos; 2012
Ausgangspunkt für diese Arbeit war ein Zeitungsartikel des Magazins "Der Spiegel" (Ausgabe 51/2011), in dem von einem malenden Pandabären die Rede ist, dessen Gemälde bei Sammlern hohe Preise erzielen. In Zusammenarbeit mit Zoos weltweit trägt Hannah Cooke die Bilder und Skulpturen von malenden Affen, Elefanten, Ottern, Delfinen und allen anderen tierischen Künstlern zusammen, um eine Ausstellung zu kuratieren.Zum Sommerloch wird ein erster Zwischenstand der Arbeit präsentiert. Im Seefrachtcontainer werden Videos, Zeitungsartikel, so wie die von den Tieren gemalten Bilder im Original zu sehen sein. Es soll eine Art Labor-/Forschungssituation entstehen, in welcher der Betrachter die Recherche nachverfolgen kann und dabei erstaunliche, absurde aber auch ernst zu nehmende Parallelen zu unserem Kunstsystem entdecken kann.
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KNIEMANTIE – II KNEES I FLOORLotte Effinger, Grażyna Roguski
Knieflächen ergeben ein Muster
Sportposen bilden einen Tanz
Raum wird zum Markierungsfeld
Bestückt mit Knieschützern und wattierten Fußspitzen tanzen Lotte Effinger und Grażyna Roguski ihren persönlichen Score. Die Körpersprache des Erfolgs, der Erhabenheit, der Grazie und des Sieges wird in eine fragmentartige Choreografie übersetzt. Ziel des performativen Wettkampfes ist, das selbstentworfene Emblem des Duos in den Räumlichkeiten zu hinterlassen.
Performance:
17. Juli, ca. 20 Uhr im Anschluss an die Sommerloch-Eröffnung.
Lichthof
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WHITECUBE MICROCIRCUIT
Philipp Engelhardt
Installation; 2012
Auf einem weißen Untergrund (4x4m) steht ein Podest. Ein Spotscheinwerfer, der über diesem Podest angebracht ist und beleuchtet dieses schemenhaft. Auf dem Podest ist ein Mikroskop aufgestellt, wie man es von früher aus dem Schulunterricht kennt.Der Betrachter ist aufgefordert, durch das Mikroskop zu schauen und seine Sicht mithilfe des Drehrades zu fokussieren. Ist das Präparat im Fokus, so sieht der Betrachter eine organisch anmutende, schwarzgraue Form auf weißem Grund. Bewegt sich der Betrachter, so bewegt sich mit leichter Verzögerung auch die Form unter dem Mikroskop. Bei genauem Hinsehen erkennt der Besucher, dass er durch das Mikroskop sich selbst von oben sieht.
Das Video wird in Echtzeit auf eine Leinwand in dem Podest projiziert. Mittels verschiedener Linsen wird das Video so stark verkleinert, dass es auf ein Reiskorn projiziert werden kann. Diese Projektion kann nun der Betrachter durch das Mikroskop bei 60x Vergrößerung sehen.
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KALAKOTKASNina Adelajda Olczak
Live Streaming Video; 2012
"Kalakotkas 2012" ist eine Videoinstallation mit einem Live Streaming Video von The Estonian Education and Research Network (EENet). Zu sehen ist ein Fischadler, auf Estnisch Kalakotkas, der seine Eier ausbrütet. Der Video-Stream wird auf eine Leinwand in einem Container-Projektionsraum übertragen.
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EVERYTHING LASTS FOREVER
Daniela Müller, Maria Belic
„Everything lasts forever“ ist ein Ausstellungsprojekt, welches um Beziehungsthemen wie Sehnsucht, Obsession, Abhängigkeiten und Idealisierung kreist. Eine heterogen erscheinende Zusammenstellung von Fotos, drehenden Objekten, Musik und Videos in der Form des Loops erschafft einen Mikrokosmos, der die persönlichen Einzelmomente transzendiert. Die Arbeitsweise ähnelt Tagebucheinträgen: Daniela Müller und Maria Belic greifen Erlebtes auf, inszenieren, verändern und verfremden. Dabei entstehen Fragmente, die inhaltliche Verbindungen haben, was aber nicht aufgezeigt wird. Vielmehr geht es um das Transportieren von Stimmungen, zu denen auch die Lakonie der ständigen Wiederholung gehört.Für das Sommerloch werden frühere mit neuen Videoarbeiten kombiniert und durch eine neue Performance ergänzt.
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WAITING TIMESSusana Pilar Delahante Matienzo
Mechanischer Schaukelstuhl; 2012
Die Arbeit beschäftigt sich mit Konflikten, die aufgrund von Migrationsprozessen auf individueller Ebene stattfinden. Der eine, der geht und der, welcher bleibt, diejenigen, die uns verlassen und jene, die Lebewohl sagen. Traumas in menschlichen Beziehungen, die durch Trennung und Abwesenheit entstehen.
Der Schaukelstuhl als Symbol wurde aufgrund seiner speziellen Bedeutung in Kuba ausgewählt. Man sagt dort, der Stuhl darf nicht alleine schaukelnd zurückgelassen werden, andernfalls ziehe er jene an, die gestorben sind, die uns verlassen haben. Genau hier liegt die Intention der Arbeit, in die Ferne zu rufen, durch den mechanisch bewegten leeren Stuhl.
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BILDER SUCHEN EIN ZUHAUSE
Silvia Posavec
Mehrkanal-Videoinstallation, Sound; 2012
Seit September 2011 ist die Nationalgalerie in Sarajevo für Besucher geschlossen. Die staatliche Galerie kann sich nicht mehr finanzieren, da unter anderem die gespaltene Regierung auch 17 Jahre nach Ende des Krieges keine zuverlässigen Finanzierungsstrukturen für staatliche Kultureinrichtungen aufgebaut hat und ihren Status innerhalb des Landes nicht klärt.Was passiert wenn es kein Geld mehr für Kultur gibt. Sind es „nur ein paar Bilder“, die nicht mehr zugänglich sind oder geht noch viel mehr verloren? Was fehlt, wenn die Kunst fehlt?
In zehn Interviews schildern Angestellte der Galerie, Künstler und Kulturschaffende die Lage in Sarajevo ein halbes Jahr nach Schließung der Galerie.
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THE ETERNAL RETURNElke Reinhuber
Transparente Vinyl Schallplatte, fester Loop, 1/1 A.P.; 2012
Wie kann Nietzsches Angst der Ewigen Wiederkunft verständlich gemacht werden, die so leicht einer falschen Interpretation zum Opfer fallen kann? Der Versuch, sich diesem Problem anzunähern, erfolgt in Form einer Schallplatte, die eine endlose, sich wiederholende Spur eingeprägt hat - die Idee der unendlichen Wiederholung wird hier direkt aufgegriffen.
Allerdings wird der Klang sich aufgrund von Staub und Abnutzung des Materials langsam verändern. Zudem besteht für den Hörer die Möglichkeit, in den Prozess einzugreifen, den Verlauf zu beschleunigen, zu verlangsamen, anzuhalten und so die Ewige Wiederkunft physisch zu manipulieren.
